Eine Website mit KI entsteht schnell als Entwurf. Nutzbar wird sie erst, wenn die Informationen stimmen, Besucher ihre Aufgaben lösen können und die Inhalte später bearbeitbar bleiben. Dieser Ratgeber führt von einem klaren Briefing zur geprüften Veröffentlichung. Die entscheidende Arbeit liegt in Ihren Vorgaben, der Prüfung und der Übergabe.

Am besten behandeln Sie die KI als Werkzeug innerhalb eines überschaubaren Websiteprojekts. Sie bestimmen Zweck, tatsächliche Leistungen und Veröffentlichung. Das Werkzeug liefert Vorschläge, die Sie an diesen Vorgaben messen. Dieser Leitfaden führt von der ersten Aufgabenbeschreibung bis zur geschützten Vorschau und zur späteren Pflege.

Als Beispiel dient ein fiktiver kleiner Betrieb, der seine Leistungen verständlich erklären möchte. Die Abläufe lassen sich auf Beratungsangebote, Portfolios und viele Informationswebsites übertragen, ohne für jede Branche dieselben Texte zu verwenden.

Die folgende Arbeitsübersicht hilft, den Entwurf in prüfbare Teilaufgaben zu zerlegen. Jede Phase liefert ein konkretes Ergebnis für die nächste Entscheidung.

Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben.

KI-Website planen: Aufgaben, Unterstützung und Freigabeergebnisse
Projektphase Sinnvolle KI-Unterstützung Eigene Prüfung Ergebnis für die nächste Phase
Ziel festlegen Besucherfragen aus dem Briefing ordnen Passt die Aufgabe zu den tatsächlich angebotenen Leistungen? Eine benannte Hauptaufgabe pro Seite
Fakten vorbereiten Eine Faktenliste und offene Fragen strukturieren Preise, Kontaktwege und Leistungszusagen anhand ihrer Quellen prüfen Bestätigte Angaben mit Herkunft und Datum
Seiten entwerfen Gliederung und Layoutvarianten vorschlagen Sind wichtige Voraussetzungen und Unterschiede auffindbar? Eine nachvollziehbare Struktur mit realistischen Textlängen
Inhalte ausarbeiten Abschnitte und Bildideen entwerfen Fakten, Nutzungsrechte und die Aussage der Motive kontrollieren Geprüfte Texte und geeignete Bilddateien
Vorschau abnehmen Korrekturen für klar benannte Probleme vorschlagen Mobile Ansicht, Tastatur, Links und Bearbeitung testen Ein dokumentierter, geschützter Freigabestand
Betrieb übergeben Eine Anleitung für wiederkehrende Redaktionsaufgaben vorbereiten Änderung und Wiederherstellung am eigenen Projekt erproben Bekannte Zuständigkeiten und ein verwendbarer Pflegeablauf
Der Weg im ÜberblickKI-Entwurf mit klaren Freigabepunkten
  1. Ziel und Fakten sammeln
  2. Seitenstruktur entscheiden
  3. Entwurf erstellen
  4. Inhalte und Bedienung prüfen
  5. Geschützte Vorschau abnehmen
  6. Veröffentlichung freigeben

Erst die Aufgabe der Website entscheiden

Beginnen Sie mit einer konkreten Besucherfrage. Soll jemand feststellen, ob Sie eine bestimmte Leistung anbieten? Soll eine vorhandene Kundin eine Anleitung finden? Soll ein Interessent zwischen mehreren Angeboten wählen? Die Antwort bestimmt die Seitenstruktur stärker als eine bevorzugte Farbe. Ein Betrieb, der hauptsächlich regionale Anfragen erhält, benötigt beispielsweise klar beschriebene Leistungen und ein tatsächliches Einsatzgebiet. Ein Informationsportal braucht verständliche Themenübersichten, nachvollziehbare Quellen und Wege zu weiterführenden Artikeln.

Formulieren Sie anschließend ein Erfolgskriterium, das Sie selbst beobachten können. Eine fertiggestellte Leistungsübersicht, eine auffindbare Kontaktadresse oder eine verständliche Auswahl zwischen Angeboten ist konkreter als der Wunsch nach einer modernen Website. Die KI kann diese Ziele in Layoutvorschläge übersetzen, aber sie sollte nicht eigenmächtig neue Geschäftsprozesse erfinden. Ein Buchungsformular ist nur sinnvoll, wenn es einen funktionierenden Buchungsablauf, verfügbare Termine und einen Verantwortlichen dafür gibt. Andernfalls ist es eine optische Zusage ohne passende Organisation.

Schreiben Sie auch Einschränkungen auf. Dazu gehören vorhandene Markenfarben, zulässige Kontaktwege, ausgeschlossene Dienste, ein begrenztes Budget und die gewünschte spätere Bearbeitung. Wenn Sie keine Formulare anbieten möchten, muss das bereits im Briefing stehen. Die KI greift sonst häufig auf verbreitete Standardmuster zurück. Das kann eine Newsletteranmeldung, erfundene Kundenlogos oder angebliche Bewertungen einschließen. Je präziser Ihre Grenzen sind, desto weniger unbrauchbare Bestandteile müssen Sie später aus dem Entwurf entfernen.

Ein belastbares Briefing statt eines einzelnen Satzes

Ein brauchbares Briefing enthält die Zielgruppe, den Zweck, den tatsächlichen Anbieter, die wichtigsten Besucherfragen und die geplanten Seiten. Ergänzen Sie verifizierte Fakten: Leistungen, Preise mit Bedingungen, Öffnungszeiten, Kontaktwege und vorhandene Ansprechpartner. Trennen Sie diese Fakten von Wünschen. Die Formulierung, eine Website solle vertrauenswürdig wirken, ist ein Gestaltungsziel. Die Aussage, ein Unternehmen habe zwanzig Jahre Erfahrung, ist eine überprüfbare Behauptung und darf nur mit entsprechender Grundlage in den Entwurf gelangen.

Geben Sie außerdem einen gewünschten Schreibstil vor. Kurze Absätze, verständliche Fachbegriffe und konkrete Beispiele helfen vielen Besuchern mehr als Werbesätze. Lassen Sie die KI zunächst eine Gliederung mit Zweck pro Abschnitt erstellen. Diese Gliederung prüfen Sie, bevor komplette Seiten entstehen. Fehlt die Antwort auf eine zentrale Frage, lässt sich die Struktur jetzt einfach ändern. Wer sofort zwanzig Seiten generiert, macht eine grundlegende Fehlannahme später unnötig teuer, weil Texte, Links und Bilder bereits darauf aufbauen.

Die KI unterstützt den Entwurf; Fakten, Technik und Veröffentlichungsentscheidung werden an eigenen Prüfpunkten kontrolliert.
KI-Entwurf mit klaren Freigabepunkten. Eigene erklärende Grafik.

Die technische Grundlage bewusst auswählen

KI-Werkzeuge liefern unterschiedliche Ergebnisse. Manche erstellen eine Vorschau innerhalb einer geschlossenen Plattform. Andere bauen HTML-Dateien, unterstützen einen Websitebaukasten oder arbeiten mit WordPress. Eine ansprechend aussehende Vorschau sagt deshalb noch wenig über den späteren Betrieb aus. Fragen Sie, wo die Website tatsächlich liegt, wie Sie Inhalte ändern und ob Sie Ihre Inhalte samt Medien exportieren können. Prüfen Sie auch, was mit der Website geschieht, wenn ein kostenpflichtiger Zugang zum Erstellungswerkzeug endet.

WordPress passt besonders dann, wenn regelmäßig neue Artikel, mehrere Themenbereiche oder unterschiedliche Redaktionsrollen geplant sind. Sein Blockeditor unterstützt die Bearbeitung von Inhalten mit einzelnen Blöcken. Ein kleiner statischer Internetauftritt kann dagegen mit wenigen Dateien gut funktionieren, sofern die Bearbeitung und Veröffentlichung geregelt sind. Entscheidend ist die Aufgabe und die Fähigkeit der späteren Redaktion. Eine umfangreiche technische Anwendung ist für eine einfache Leistungswebsite keine notwendige Folge der KI-Unterstützung.

Unterscheiden Sie die einmalige Erstellung vom laufenden Hosting. Domain, Zertifikat, Sicherungen und Updates brauchen eine eigene Lösung. Ein Werkzeug, das einen Entwurf erzeugt, übernimmt diese Aufgaben nicht automatisch. Umgekehrt kann ein Hostingpaket einen KI-Baukasten anbieten, dessen konkrete Funktionen und Kontingente Sie zunächst prüfen müssen. Der Ratgeber zur Kombination von KI und WordPress erläutert die Fragen nach Editierbarkeit, Theme, Plugins und der Übergabe an einen späteren Dienstleister.

Seitenstruktur und Besucherwege vor der Gestaltung planen

Erstellen Sie eine kurze Seitenliste. Für einen kleinen Dienstleister kann sie aus Startseite, Leistungsübersicht, einzelnen Leistungsseiten, Unternehmen und den notwendigen rechtlichen Informationen bestehen. Ein Portal benötigt zusätzlich thematische Übersichten und Ratgeber. Jede Seite bekommt eine Hauptaufgabe. Wenn Startseite und jede Leistungsseite dieselbe vollständige Firmenbeschreibung wiederholen, bleiben Unterschiede verborgen. Die Startseite hilft bei der Orientierung; die Detailseite beantwortet Fragen zu einer konkreten Leistung, ihren Voraussetzungen und dem weiteren Vorgehen.

Zeichnen Sie drei typische Wege auf. Ein neuer Besucher beginnt auf der Startseite und sucht die passende Leistung. Eine Besucherin kommt über eine Suchmaschine direkt auf einen Ratgeber und möchte den nächsten praktischen Schritt finden. Ein Stammkunde sucht einen bekannten Inhalt schnell wieder.

Die Struktur muss alle drei Wege unterstützen. Ein Menü voller interner Abkürzungen oder eine Startseite mit ausschließlich dekorativen Bildern hilft dabei wenig. Gute Navigation verwendet Begriffe, die Besucher bereits aus ihrer eigenen Aufgabe kennen.

Lassen Sie die KI Vorschläge für interne Links machen, aber prüfen Sie jedes Ziel. Ein Absatz über die Vorbereitung eines Websiteumzugs kann auf einen konkreten Umzugsleitfaden verweisen. Ein zufälliger Link auf eine beliebige Tarifseite ist keine hilfreiche Verbindung. Links dürfen außerdem erst gesetzt werden, wenn die Zielseite existiert oder sicher im Projekt vorgesehen ist. Erfundenen Seitenadressen begegnet man in generierten Entwürfen häufig; ein automatischer Linkcheck sollte deshalb Teil der späteren Abnahme sein.

Texte mit echten Informationen füllen

Übergeben Sie der KI die Fakten in einer übersichtlichen Liste mit Herkunft und Stand. Für variable Angaben wie Preise oder Softwareversionen ist das Datum wesentlich. Bei einem Produktvergleich müssen Tarifbezeichnung, Leistungsumfang und Bestelladresse zusammenpassen. Eine alte Preistabelle darf nicht allein deshalb übernommen werden, weil sie im Internet leicht auffindbar ist. Die Entscheidung über verlässliche Quellen liegt bei Ihnen. Texte erhalten erst nach dieser Entscheidung eine belastbare Grundlage.

Arbeiten Sie abschnittsweise. Ein Entwurf für eine Leistungsseite lässt sich leichter prüfen als ein unübersichtlicher Gesamttext. Fragen Sie nach Voraussetzungen, Ablauf, Grenzen und einem konkreten Beispiel. Diese Struktur bringt häufig mehr Nutzen als zusätzliche Werbeadjektive. Bei einem Wartungsangebot sollte beispielsweise klar werden, wer Updates einspielt, welche Funktionstests dazugehören und was bei einem Problem geschieht. Die bloße Aussage, alles werde professionell erledigt, beantwortet diese Fragen nicht.

Kontrollieren Sie vor allem Aussagen, die nach Beweisen klingen: Testsieger, zertifiziert, garantiert, kostenlos, unbegrenzt und jahrelang bewährt. Ein Modell kann solche Wörter aus typischen Werbemustern ergänzen. Lassen Sie sie nur stehen, wenn die konkrete Aussage belegt und für dieses Angebot zutreffend ist. Den ausführlichen Ablauf für Faktenprüfung, Quellen und sprachliche Überarbeitung finden Sie im Ratgeber zur Prüfung von KI-Texten. Hier entscheidet sich, ob die Website tatsächlich informieren kann.

Gestaltung mit wenigen festen Regeln steuern

Definieren Sie ein kleines Gestaltungssystem: Grundfarbe, Akzentfarbe, gut lesbare Schrift, Abstufungen für Überschriften und einen wiederkehrenden Abstand zwischen Inhaltsblöcken. Wenige klare Regeln sind für einen KI-Entwurf leichter einzuhalten als viele wechselnde Einzeleffekte. Die Gestaltung soll die Inhalte unterscheidbar machen. Wenn ein Preis, eine Einschränkung und eine nebensächliche Bildunterschrift optisch gleich laut auftreten, wird eine Entscheidung schwieriger, selbst wenn alle Fakten irgendwo vorhanden sind.

Verwenden Sie zunächst echte oder realistische Textlängen. Ein Layout, das nur mit drei kurzen Platzhalterzeilen funktioniert, kann bei einem erklärungsbedürftigen Tarif auseinanderfallen. Prüfen Sie lange Überschriften, Listen und Hinweise schon im Entwurf. Buttons benötigen eindeutige Beschriftungen: Angebot ansehen oder Tarif beim Anbieter bestellen beschreibt das Ziel besser als ein wiederholtes Mehr erfahren. Bei einem externen Bestellweg sollte für Besucher erkennbar sein, welches Unternehmen den Vertrag anbietet.

Eine KI kann verschiedene Gestaltungen zum selben Briefing vorschlagen. Wählen Sie anhand der Aufgabe, nicht allein anhand der spektakulärsten Vorschau. Vergleichen Sie, ob Hauptinformationen schnell auffindbar sind und ob die Seite mit den eigenen Bildern überzeugend bleibt. Ein Entwurf, der von einem riesigen synthetischen Foto lebt, eignet sich möglicherweise schlecht für eine Website mit überwiegend sachlichen Artikeln. Eine schlichte, konsistente Artikelseite kann für ein Wissensportal den deutlich größeren praktischen Wert haben.

Bilder und Grafiken nach ihrer Funktion auswählen

Ein Bild soll einen Abschnitt erklären, ein tatsächliches Produkt zeigen oder eine Stimmung nachvollziehbar unterstützen. Für Anleitungen sind eigene Ablaufgrafiken oft hilfreicher als beliebige Fotos von Computern. Eine Grafik kann beispielsweise zeigen, wie ein Entwurf durch Faktenprüfung und technische Prüfung zur Veröffentlichung gelangt. Beschriften Sie die Schritte verständlich und wiederholen Sie die entscheidende Information im Text, damit sie nicht nur als Pixel verfügbar ist.

Eigene Fotos benötigen ebenfalls eine bewusste Auswahl. Zeigen sie tatsächliche Projekte, dürfen sie keine falschen Aussagen über eine Leistung vermitteln. Bei Bildern aus externen Quellen prüfen Sie die Nutzungsbedingungen des konkreten Bildes und dokumentieren die Herkunft. Creative-Commons-Lizenzen haben unterschiedliche Bedingungen; die bloße Bezeichnung frei ist keine ausreichende Prüfung. Bei generierten Bildern kontrollieren Sie sowohl die Werkzeugbedingungen als auch die Darstellung selbst, etwa erkennbare Marken, irreführende Zertifikate oder vermeintlich echte Mitarbeiter.

Optimieren Sie die Dateien für ihre tatsächliche Größe auf der Seite. Ein Hintergrundbild benötigt keine beliebig hohe Auflösung, wenn es nur einen kleinen Ausschnitt zeigt. Ein Diagramm braucht dagegen ausreichend scharfe Beschriftung und Kontrast. Nutzen Sie passende Alternativtexte entsprechend der Bildfunktion. Der Leitfaden zu KI-Bildern und Website-Grafiken behandelt Motivwahl, Rechteprüfung, Dateiformate und die redaktionelle Entscheidung zwischen einer Illustration und einer tatsächlichen Dokumentation ausführlich.

Einen geschützten Entwurf herstellen

Eine Vorschau sollte dieselbe wesentliche Technik verwenden wie die spätere Website, damit die Prüfung aussagekräftig ist. Halten Sie sie vor der Veröffentlichung zugriffsgeschützt und von der vorgesehenen öffentlichen Indexierung getrennt. Eine hübsche Datei auf dem eigenen Rechner zeigt noch nicht, ob WordPress die Inhalte richtig ausliefert oder ob die Domainkonfiguration funktioniert. Lassen Sie den Entwurf auf der vorgesehenen Umgebung prüfen, ohne bestehende Websites zu überschreiben oder fremde Daten zu übernehmen.

Vergeben Sie getrennte Zugänge für Beteiligte und geben Sie nur benötigte Rechte. Wer Texte prüft, braucht normalerweise keinen vollständigen Serveradministratorzugang. Halten Sie persönliche Daten, Zugangswerte und interne Betriebsinformationen aus Screenshots und Freigabedokumenten heraus. Ein KI-Briefing darf nicht nebenbei zur Veröffentlichung vertraulicher Informationen werden. Prüfen Sie vor einer Übergabe deshalb auch Medien und Dateianhänge, nicht nur die sichtbaren Absätze auf den Webseiten.

Die Vorschau enthält ausschließlich den tatsächlichen Bearbeitungsstand. Wenn ein Abschnitt noch keine verifizierten Fakten hat, bleibt er zur Redaktion offen und wird nicht durch erfundene Angaben vervollständigt. Eine klare Liste offener Punkte erleichtert die Abnahme: Betreiberangaben bestätigen, Bild auswählen, Tarifbedingungen prüfen. Diese Liste gehört in die Projektunterlagen. Auf der späteren öffentlichen Seite erscheinen nur fertige Inhalte und verständlich eingeordnete Grenzen, die für Besucher sachlich relevant sind.

Mobile Ansicht und Bedienbarkeit gezielt testen

Prüfen Sie die Website auf einem schmalen Bildschirm mit dem vollständigen Inhalt. Achten Sie auf zu lange Zeilen, winzige Texte, abgeschnittene Preise und Tabellen, die außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen. Eine gute mobile Ansicht ist keine verkleinerte Desktopansicht. Inhalte müssen in sinnvoller Reihenfolge erscheinen, und wichtige Einschränkungen dürfen nicht unter dekorativen Elementen verschwinden. Testen Sie außerdem die Vergrößerung im Browser, weil Besucher andere Schriftgrößen verwenden können als Ihr Entwurfsgerät.

Bedienen Sie das Menü und alle interaktiven Elemente mit der Tastatur. Der aktuelle Fokus soll sichtbar sein, das Menü verständlich öffnen und wieder schließen. Eine Überschrift sollte als Überschrift ausgezeichnet sein und nicht bloß wie eine aussehen. Die W3C-WAI-Einstiegsprüfungen bieten dafür konkrete Ansatzpunkte. Sie ersetzen eine umfassende Bewertung nicht, helfen aber, viele häufige Probleme früh zu finden. KI-erzeugtes HTML verdient diese Prüfung genauso wie jede andere Umsetzung.

Lassen Sie eine Person ohne Projektwissen eine Aufgabe lösen: Finde die Leistung für deinen Bedarf, erkläre die Bedingungen, finde den bestätigten Kontaktweg. Beobachten Sie, wo sie zögert. Solche Rückmeldungen sind oft wertvoller als eine allgemeine Geschmacksbewertung. Ein unklarer Menübegriff, ein fehlender Preisbezug oder ein unerwarteter externer Link wird so sichtbar. Der Ratgeber zur Zugänglichkeit von KI-Websites vertieft die technischen und redaktionellen Prüfungen.

Freigabe als konkrete Entscheidung organisieren

Vor der Freigabe liegt eine überschaubare Prüfliste mit Ergebnissen vor. Sie umfasst Fakten und Schreibweise, vollständige Seiten, funktionierende Links, Bildherkunft, mobile Lesbarkeit, zentrale Bedienwege und die Domainkonfiguration. Domain und HTTPS prüfen Sie nach dem Leitfaden für Adressen und Zertifikate. Bei Werbung muss die Rollenverteilung zwischen Websitebetreiber und beworbenem Anbieter verständlich bleiben. Ein Bestellbutton darf diese Trennung nicht durch eine irreführende Formulierung verwischen.

Die verantwortliche Person prüft den tatsächlichen Entwurf und entscheidet über dessen Veröffentlichung. Eine Freigabe sollte deshalb auf einer benannten Fassung beruhen. Änderungen nach der Abnahme werden gezielt nachgeprüft, insbesondere neue Preise, neue externe Dienste oder ein geänderter Bestellweg. Erst danach werden der Vorschauzugriff und die Indexierungseinstellungen passend umgestellt. Auch diese Umstellung wird kontrolliert, damit nicht versehentlich eine fertige Website weiterhin vollständig gesperrt oder eine unfertige Kopie öffentlich erreichbar bleibt.

Pflege und Kosten nach dem Start einplanen

Halten Sie fest, wer Inhalte ändert, wer Updates betreut und wo Sicherungen liegen. KI-Unterstützung bei der Erstellung übernimmt keine dauerhafte Verantwortung für WordPress, Plugins oder das Hosting. Für zeitabhängige Inhalte legen Sie einen Prüfungstermin fest. Ein Artikel mit aktuellen Softwareangaben braucht eine andere Pflegefrequenz als eine allgemeine Erklärung von Domain und Hosting. Aus einer einmaligen Erstellung wird damit ein nachvollziehbarer Betrieb, statt einer Website, die nach wenigen Monaten veraltete Versprechen zeigt.

Betrachten Sie die Gesamtkosten: Hosting und Domain, mögliche Werkzeugzugänge, kostenpflichtige Erweiterungen, Bildlizenzen und Arbeitszeit für Wartung. Eine günstige Erstellung kann auf Dauer teuer werden, wenn jede kleine Textkorrektur erneut ein Spezialwerkzeug oder einen Dienstleister erfordert. Prüfen Sie deshalb früh einen einfachen Änderungsfall selbst. Wenn Sie eine Überschrift, einen Link und ein Bild ohne einen kompletten Neuentwurf austauschen können, ist die Übergabe deutlich alltagstauglicher.

Änderungen so formulieren, dass der Entwurf kontrollierbar bleibt

Nach der ersten Vorschau entstehen fast immer Änderungswünsche. Formulieren Sie sie anhand einer konkreten Seite und einer überprüfbaren Wirkung. Die Aufforderung, die Website edler zu machen, lässt viele Interpretationen zu. Klarer ist: Auf der Leistungsseite soll der Ablauf vor den Projektbildern erscheinen, die Zwischenüberschriften sollen gleich gestaltet sein und der Bestellbutton soll den Anbieter nennen. Damit können Sie das neue Ergebnis mit dem bisherigen vergleichen, ohne sämtliche Gestaltungsentscheidungen erneut zu öffnen.

Ändern Sie möglichst eine zusammenhängende Aufgabe pro Runde. Wird gleichzeitig die Navigation, die gesamte Farbgebung und der Haupttext neu erzeugt, lässt sich schwer erkennen, wodurch ein neuer Fehler entstand. Speichern Sie einen geprüften Stand, bevor die nächste Runde beginnt. Bei einer WordPress-Website gehören dazu gegebenenfalls Inhaltsexporte und eine Sicherung der Themeänderungen. Der Versionsverlauf eines KI-Werkzeugs allein muss nicht sämtliche veröffentlichten Dateien und Datenbankwerte wiederherstellen können.

Eine hilfreiche Änderungsanweisung enthält auch eine Grenze: Bearbeite nur die drei Absätze unter dieser Zwischenüberschrift und erhalte die bestätigten Zahlen sowie alle Links. Die Redaktion prüft danach gerade diese Zahlen und Links erneut.

Solche Grenzen sind kein Ersatz für Kontrolle, verringern aber die Zahl unnötiger Veränderungen. Bei Bildern geben Sie den vorgesehenen Ausschnitt und die tatsächliche Darstellungsgröße an, damit nicht ein neues Motiv zwar schön aussieht, aber im mobilen Format seine entscheidende Information verliert.

Stellen Sie für die Abnahme auch einen kleinen Übergabefall nach. Lassen Sie die später verantwortliche Person eine Preisangabe korrigieren, ein Bild ersetzen und eine neue Unterseite als Entwurf speichern. Dabei wird sichtbar, ob Begriffe und Ablageorte verständlich sind.

Dokumentieren Sie anschließend nur die dafür notwendigen Schritte. Eine lange technische Beschreibung hilft der Redaktion weniger als ein kurzer, erprobter Ablauf am eigenen Projekt. Genau diese Alltagstauglichkeit ist ein wichtiger Maßstab für den Nutzen der KI-Erstellung.